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Urteil im Verfahren wegen versuchten Mordes an einem Autohändler in Wietze

Landgericht Lüneburg Pressemitteilung Nr. 11/18 Dr. Stodolkowitz


Lüneburg. Am Mittwoch, dem 28. Februar 2018 um 11:00 Uhr wird vor der 2. großen Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg in Saal 21 das Verfahren wegen versuchten Mordes an einem Autohändler in Wietze voraussichtlich mit der Urteilsverkündung fortgesetzt. Hinsichtlich des Tatvorwurfs wird auf die Pressemitteilung Nr. 1/18 vom 3. Januar 2018 Bezug genommen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 20 Jahre alte Angeklagte, ein Yezide, sich zur Tötung des Geschädigten entschlossen habe, weil dieser eine Beziehung zur Schwester des Angeklagten unterhalten und der Angeklagte in der Beziehung seiner Schwester zu einem Nicht-Yeziden eine Kränkung der Familienehre gesehen habe.

Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, den 20 Jahre alten Angeklagten zu 13 Jahren Jugendstrafe und den 41 Jahre alten Mitangeklagten, der die zur Tat verwendete Maschinenpistole zur Verfügung gestellt haben soll, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe zu verurteilen.

Die Verteidigung fordert für den 20 Jahre alten Angeklagten nicht mehr als vier Jahre Jugendstrafe und für den 41jährigen höchstens zwei Jahre zehn Monate Freiheitsstrafe.

Für das Verfahren sind besondere Sicherheitsvorkehrungen und Einlasskontrollen angeordnet. Der Verhandlungssaal ist nur über den Seiteneingang des Landgerichts in der Bardo­wicker Straße zugänglich. Angehörige der Presse haben sich durch einen Presseausweis und einen gültigen Bundespersonalausweis oder Reisepass auszuweisen.

Artikel-Informationen

27.02.2018

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