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Hauptverhandlung wegen versuchten Mordes

Landgericht Lüneburg Pressemitteilung Nr. 18/18 Dr. Vollersen


Lüneburg. Am 25. Mai 2018 um 09:30 Uhr beginnt in Saal 21 vor der 4. großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg als Schwurgericht das Verfahren gegen einen Angeklagten im Alter von heute 34 Jahren wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten zur Last, er habe am späten Abend des 03.12.2017 in Hermannsburg versucht, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen zu töten, und diese dabei mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung verletzt. Nachdem seine Ehefrau dem Angeklagten, so die Anklageschrift, zu verstehen gegeben habe, dass die Trennung endgültig sei, habe der Angeklagte sie gebeten, ihn zum Abschied zu umarmen. Als seine Ehefrau diesem Wunsch arglos entsprochen habe, habe der Angeklagte das Licht gelöscht, sie zu Boden gebracht und mit Tötungswillen gewürgt, da er ihr kein Leben mit einem anderen Manne habe gestatten wollen. Durch das Eingreifen Dritter habe schließlich der Tod der Ehefrau, welche bereits das Bewusstsein verloren und u. a. Hämatome davon getragen habe, verhindert werden können.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Fortsetzungstermine sind auf den 06., 08. und 26. Juni 2018, jeweils um 09:30 Uhr in Saal 21, bestimmt. Für die ersten beiden Verhandlungstage sind jeweils drei Zeugen geladen. Die Kammer hat zwei Sachverständige hinzugezogen.

Artikel-Informationen

28.05.2018

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